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Stress

Stress dominiert unseren Alltag. Die Belastungen vieler Menschen haben ein Maß erreicht, welches schwer zu bewältigen ist. Oft bleiben Lebensfreude und Lebensqualität auf der Strecke. Viele von uns setzen einfach eine Maske auf und rennen durch das Leben. Meiner Meinung nach bietet sich hier aber auch eine große Chance, denn wenn Stress als “Barometer” für den Istwert des eignen Lebens verstanden wird, kann bewusst reagiert werden. Klar heisst es: “Stress ist das, was der einzelne über eine bestimmte Situation denkt.” Aber bessere Abhilfe ist doch zu realisieren, wenn ich mein Leben nach meinen Gefühlen ausrichte (”gutes” Leben = gute Gefühle). Das erfordert Mut, Ausdauer und Selbstvertrauen…

Mein (heilender) Traum der vergangenen Nacht

Vergangene Nacht träumte ich die folgende “Szene”:

an einem grossen, langen Tisch saßen viele Menschen, Frauen und Männer. Niemand kam mir bekannt vor. Es war eine Konferenz oder Besprechung, die da abgehalten wurde, etwas “Offizielles”, was eine gewisse “Disziplin” abforderte…

Mir gegenüber sass ein kleiner Junge (ca. 2 bis 3 jahre jung). Rechts neben mir sass seine Mama, eine sehr junge Frau, selber fast noch ein Kind…

Der Bub war sehr unruhig, er zappelte auf seinem Stuhl und gab “Zwischenrufe” von sich, also eher unverständliche Laute. Niemanden am Tisch schien das besonders zu stören, obwohl der Sprecher (Leiter der Runde) jedesmal innehielt, wenn der Junge etwas von sich gab…

Aber seine Mama neben mir war sehr nervös und gestresst. Sie schien total überfordert und das Verhalten Ihres Sohnes gab ihr irgendwie den Rest, brachte das Fass zum überlaufen.

Sie stand auf und ich spürte, oder hörte (das weiss ich nicht mehr genau) dass Sie ihren Sohn dafür bestrafen will. Sie ging um den Tisch herum, um ihren Sohn aus dem Raum zu bringen. Keiner der Anwesenden schien davon Kenntnis zu nehmen, ich aber ahnte, was dem Buben jetzt bevorstand und ich wollte ihm und seiner Mama helfen. Ich wollte unbedingt verhindern, dass sie ihn schimpfte oder schlug, weil ich wusste, dass es schlimm ist, wenn das passiert und weil ich wusste, dass sie das nicht wirklich wollte, aber zu sehr unter Druck stand, um “wach” zu sein…

Ich rang mit mir, weil ich nicht sicher war, ob ich jetzt einfach den Raum verlassen darf, um den beiden zu folgen, schließlich war das ja eine irgenwie wichtige Versammlung. Aber ich brachte den Mut auf, stand auf und ging auch raus (hinterher war ich sehr stolz auf mich, dass ich so mutig gewesen bin).

Als ich den raum verließ, ging ich in einen sehr grossen Vorraum, eigentlich ein richtiger Saal. In dem waren mehrere Menschen, vestreut in kleineren Gruppen…

Ich sah die Mutter, wie sie mit Ihrem Sohn schimpfte und mit den Armen fuchtelte. Noch bevor sie den Jungen schlagen konnte, nahm ich sie fest in den Arm und sagte: “Maria, alles ist gut.” Anschließend bin ich aufgewacht, weil ich wohl im Schlaf geweint habe.

Irgenwie fühle mich jetzt gelöster, nicht mehr so verletzt, einfach neutraler (im Moment kann ich das schlecht beschreiben). Ich empfinde Verständnis… und das Bedürfnis zu helfen.

An meine Leser und Leserinnen: kann mir jemand bei der Interpretation dieses Traumes helfen? Freue mich über Antworten. Wenn es zu “intim” oder zu “erschreckend” werden könnte, bitte ich um eine private Nachricht. Danke.