Archive for the 'Stress' Category

Angst und Depression

Angst und Depression gehen oft Hand in Hand. Das ist auch kaum verwunderlich, denn schnell erreicht man als Angstbetroffener bei länger anhaltender und immer wiederkehrender Angst und Panik einen Wahrnehmungszustand, der mit “Auswegslosigkeit” meiner Meinung nach treffend beschrieben werden kann.

Ein gutes Mittel gegen Depressionen ist es sich Ziele zu setzen. Mittelfristig und langfristig sollte man für sich selbst bestimmen, was man erreichen will, materiell und immateriell.

So kann man wieder “einen Weg finden” und sich seiner Macht über die eigene Lage bewusst werden. Man hat so die Chance den sich immer schneller drehenden Kreis der “Ausweglosigkeit” zu durchbrechen.

Wichtig dabei ist aber, dass es sich um Ziele und Vorhaben handelt, die motivieren, das heisst: es müssen Ziele sein, die den eigenen Wünschen entsprechen.

Entspannung und Verzicht

Von großer Bedeutung für meine Befreiung von Angstzuständen und Panikattacken war für mich persönlich der bewusste und freiwillige Verzicht…

Als ich noch unter Angstattacken litt, war Alkohol ein mehr oder weniger regelmäßiger Begleiter in meinem Leben. Das möchte ich hier offen ausprechen, weil ich mir gut vorstellen kann, dass das vielen Betroffenen genau so geht.
Oft trank ich nur deshalb, um in Gesellschaft nicht “aufzufallen”, um “dazuzugehören” und um zu “funktionieren”. Das Trinken von Alkohohl lockerte mich auf. Das hielt jedoch nur kurzfristig an und in den Folgetagen waren die Panikattacken um so heftiger…

Einer der wichtigsten, ersten Schritte in mein angstfreies Leben war der bewusste Verzicht auf den Genuss von Alkohol. Ich entschloss mich für die Dauer von einem Jahr keinen Tropfen zu mir zu nehmen. Und damit das ganze auch verbindlich wird, habe ich mein Vorhaben schriftlich fixiert und unterschrieben. Diese “Willenserklärung” habe ich meiner Frau gegeben, damit sie sie liest und aufbewahrt.

Der Anfang war nicht leicht, zu sehr war Alkohol für mich zur Gewohnheit geworden, aber ich hielt durch und der Lohn war, dass ich lernte stolz auf mich zu sein. Ich fand das einfach klasse von mir, dass ich mein Vorhaben in die Tat umsetzte und mein “Versprechen” (vor allem mir selbst gegenüber) hielt.

In diesem Jahr habe ich mir auch erste Entspannungsmethoden angeeignet und täglich angewendet. Das Ganze war der Beginn meiner angsfreien Zeit, die nun schon seit fast 10 Jahren anhält….

 Â

Bei Angstzuständen und Panikattacken selbst aktiv werden…

Mir ist klar, dass Angst lähmt. das weiss ich nicht zu letzt aus eigener, schmerzvoller Erfahrung.

Aber genauso gut weiss ich, dass die Angst ihre Macht verliert, wenn der oder die Betroffene das Leben selbst in die Hand nimmt. Es müssen Entscheidungen getroffen werden:

“Wo will ich in einem Jahr stehen?”
“Wie soll mein Leben in fünf, sieben, zehn Jahren verlaufen?”…
“Welchen Beruf möcht ich wirklich ausüben?”

das sind nur drei Beispiele für Fragen, die Eigeninitiative aktivieren können, damit die sich eingeschlichene Lethargie auflöst.

In der Vergangenheit hängengeblieben…?

Hier ein kurzer Beitrag mit Pep…

… Schuldgefühle, vergangene Beziehungen, früher war`s schöner, ach hätte ich doch bloß, wenn das nicht passiert wäre…dann wäre mein Leben sicher besser…, usw., usw., usw….

Sind Sie auch in der Vergangenheit hängengeblieben, festgeklebt?

Dann wachen Sie auf und erkennen Sie folgende Wahrheit!!!:

Die Frage für Sie lautet nicht “Was ist früher alles schief gelaufen?” sondern:

“Wo will ich nächstes Jahr stehen?” oder “Wie will ich in fünf Jahren sein?”

Solche oder so ähnliche Fragen und Gedanken bringen Sie nach vorne.
Alles andere ist immer wieder frisch aufgequirlte … (was auch immer)!

ATTACKE!!!

Vertrauen zum Leben…

Jedem und jeder Angstbetroffenen und Stressbetroffenen muss klar sein, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass die nachhaltige Auflösung der Probleme (Angst, Stress…) “von aussen” kommt. Mit dieser These möchte ich die Angst nicht weiter schüren, sondern statt dessen Betroffene auf das eigentliche “Arbeitsfeld” focusieren: das eigene Selbst, die eigene Gedanken- und Empfindungswelt…

“Du bekommst das, was Du erwartest.” Diese Wahrheit habe ich das erste mal in irgendeinem Buch gelesen (leider ist mir der Titel momentan entfallen). Und dieser Satz läßt mich persönlich nicht mehr los. Und dafür bin ich dankbar. Denn da ich oft über und an die Aussage dieses einfachen Satzes (nach-)denke, übernehme ich immer mehr Verantwortung für mein Leben, für das was ich bekomme, für das was mir geschieht…Â

Ich lerne immer mehr loszulassen und dem Leben zu vertrauen, denn

ich erwarte, dass alles in meinem Leben zu meinem Besten geschieht. Â

Auch dann wenn ich das eine oder andere Ereignis momentan nicht interpretieren kann. Oder auch dann, wenn ich wieder einmal vor irgendeinem Problem stehe, was ich lösen muss…

Meine “Erwartungen” aus der Vergangenheit bekomme ich ja nun einmal jetzt, in der Gegenwart (zu spüren). Ich nehme es hin und lasse los und erwarte jetzt das Beste für mich für “morgen” …

Angst vor Herzinfarkt, Herzphobie

Während meiner Zeit als Angst-und Panikbetroffener hatte ich eine Vielzahl von Panikattacken. Wenn ich mich recht erinnere, “durchlebte” ich die meisten davon auf der Autobahn. Besser formuliert: die meisten Panikattacken wurden während einer Fahrt mit dem PKW auf der Autobahn initiiert, natürlich bin ich dann nicht auf der Autobahn geblieben, sondern habe diese an der nächst möglichen Ausfahrt verlassen…

Bei mir waren die Symptome einer Panikattacke stets folgende:

  • Atemnot
  • Schmerzen in der Brust (links gefühlt)
  • Schmerzen im linken Arm
  • Frieren am ganzen Körper
  • manchmal trotzdem kalter Schweiß auf der Stirn
  • zittrige Knie und Beine…

Bei den ersten Panikattacken bin ich so schnell wie möglich in die Notaufnahme des nächst gelegenen Krankenhauses gefahren, oder ich habe den nächsten Arzt aufgesucht. Je nach dem, wo ich mich gerade befunden habe. Jedoch haben mir stets alle dort durchgeführten Untersuchungen beste Gesundheit bescheinigt…

Deshalb (oft auch aus einem Schamgefühl heraus; ich wollte nicht als Simulant dastehen…) habe ich viele der folgenden Angstattacken ohne Arzt durchlebt. Nicht selten haben mir meine Frau und mein Sohn beigestanden, was für die beiden genauso schlimm war.

Irgendwann (ich bitte um Nachsicht für die folgenden Ausdrücke, aber ich möchte versuchen so meine damaligen Empfindungen wiederzugeben) hat sich dann folgendes in mir abgespielt:

“So, jetzt reicht´s! Ich hab`die Schnauze voll!!! Dann verreck`ich eben, dann habe ich es wenigstens hinter mir…”

Diese Wut in mir war echt. Immer öfter ist es mir so gelungen, die sich anbahnende Panikattacke zu “ignorieren”. Ich habe mir ganz fest vorgebetet, dass X Ärzte immer wieder keinerlei Erkrankungen bei mir festgestellt haben.

Das war nicht einfach, weiß Gott nicht und es ist mir auch nicht immer gelungen. Aber dieser Umgang mit meiner Angst war der Beginn meiner Selbstverantwortung für meine Lage. Ich habe so endlich damit begonnen es nicht mehr zu aktzeptieren, dass es mir so beschissen geht. Und das waren wichtige erste Schritte für meinen Weg aus der Angst…

Hass macht mürbe…

Es gibt sicherlich so einige “Gründe”, warum Menschen sich gegenseitig hassen. Ich erspare mir hier auf Einzelheiten einzugehen. Meiner Meinung nach hassen wir Menschen, weil wir emotional verletzt wurden (besser formuliert: wir fühlen uns … verletzt…).

Ob das nun tatsächlich der Fall ist, das heißt: ob es nun tatsächlich die Absicht des “Hass-Subjektes” war uns zu verletzen, oder ob alles evtl. auf Mißverständnissen (ggf. in unserer eigenen Gedankenwelt) beruht, spielt dabei keine Rolle. Hass ist Hass!

Und die Gefühle des Hasses haben enorme Macht! Derjenige bzw. diejenige, dessen oder deren Gedanken von Hass bestimmt werden, “vergiftet” sich selbst und sein Umfeld! Das bedeutet im übrigen auch, dass der Hass (indirekt) auch Menschen trifft, die der oder die Hassende eigentlich liebt und gern hat… Denn in dem Augenblick, in dem der Hass regiert, sind Gefühle und Empfindungen von Liebe und Zuneigung nicht möglich!

Haben Sie schon einmal jemandem, in dem Moment, in dem die Hassgedanken präsent sind, in die Augen geschaut? Und wie haben Sie sich dabei gefühlt? … Und das, obwohl Sie diese Person doch eigentlich gern haben…

Hass tötet. Hass zerstört. Hass macht krank. Hass ist ein Werkzeug unseres Verstandes, um Recht zu bekommen und zu behalten… um jeden Preis. Ich betone: um jeden Preis.

Fakt ist: für unseren Hass sind wir selbst verantwortlich! Denn wir haben in dem Moment, in dem diese Emotionen in uns aufkommen die Wahl. Wir können uns in jedem dieser Augenblick dafür entscheiden NICHTZUHASSEN, sondern ZUVERZEIHEN. Wenn wir erkennen, dass uns dieses emotionale Leid nicht zugefügt wird (also von anderen “aufgezwungen” wird), sondern wir es selbst “in uns zulassen”.

Das ist nicht einfach!!! Aber ZUVERZEIHEN macht glücklicher und gesünder und schöner. :-) Â Deshalb ist es die Mühe wert, auch wenn es immer wieder Rückschläge geben wird…

Verzeihen und Verständnis schaffen Gelassenheit und Harmonie

Menschen machen Fehler. Sie, liebe Leserin, lieber Leser, machen Fehler. Ich mache Fehler und habe schon viele Fehler in meinem Leben gemacht. Es ist normal, es ist in Ordnung Fehler zu machen. Meiner Meinung nach ist es auch nicht verwunderlich, dass wir Menschen Fehler machen. Manchmal sind die Konsequenzen dieser Fehler der Gestalt, dass sie Leid produzieren.

Wenn wir uns vor Augen halten, was wir in unserer heutigen Zeit alles an Aufgaben zu bewältigen haben, wird uns rasch klar, dass das oben Genannte zu recht den Anspruch auf Beachtung stellt. Schauen Sie sich Ihren Alltag an. Lassen Sie vor Ihrem geistigen Auge einmal kurz Revue passieren, was Ihr Alltag tagtäglich alles von Ihnen abfordert (Beruf, Familie, Partnerschaft, Vereine, …). Die Medien und die “allgemeine Meinung” steigern diesen Druck noch mehr. Man will ja nicht “auffallen” und “dazu gehören”…

Ich behaupte: kein Mensch kann diesem Druck auf Dauer standhalten, ohne überlastet zu sein. Und: so bald wir überlastet sind, sind wir gestresst. Und: wenn wir gestresst sind, sind wir gereizt. Und: in diesem Zustand (agressiv und/oder flüchtend) schafft unsere Kommunikation mit uns selbst und mit anderen “Mißverständnisse”. Und: diese Missverständnisse schaffen noch mehr Druck….

Mein Appell, an mich, an Sie, an alle:

verzeihen wir uns und anderen und haben wir Verständnis dafür, dass wir und andere bei diesem enormen Pensum an Aufgaben Fehler machen.

Wenn wir mit dieser Einstellung in unseren Alltag gehen, würde es mich nicht wundern, wenn wir und unser Umfeld ein Stück gelassener leben…

Waldemar-Bernard Paterok

Zähneknirschen im Schlaf

Wer im Schlaf mit den Zähnen knirscht, der leidet nicht selten unter großen Belastungen. Stress, berufliche und private Probleme bestimmen den Alltag. Man macht sich viele Sorgen. Sich-Sorgen-Machen ist normal geworden.

Im Schlaf (Tiefschlafphase) entläd sich dann dieser aufgestaute Druck teilweise. Viele Menschen reiben dann die Kiefer aufeinander. Ob das so ist kann man selbst kontrollieren: wenn die Schneideflächen der Zähne des Unterkiefers dunkel gefärbt sind und/oder ungewöhnlich starke Abnutzungserscheinungen aufweisen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dem so ist.

Es empfiehlt sich ein Besuch beim Zahnarzt: dieser kann den Verdacht auf das Zähneknirschen im Schlaf entweder bestätigen oder entkräften. Bei positiver Diagnose wird in der Regel eine Kieferschiene angepasst, die die Zähne im Schlaf schützt und eine weitere Abnutzung verhindert.

Dieser Kiefer-und Zahnschutz bekämpft aber nicht die Ursache für dieses Kieferreiben! Mittel- und langfristig müssen die belastenden Faktoren beseitigt werden und durch regelmäßige Entspannung das Belastungsniveau (die Stressschwelle) angehoben werden!

Entspannungsmethoden und Entspannungstechniken nicht missbrauchen…

Entspannung ist wichtig. Ohne Entspannung kein Erfolg.

Das Erlernen und Praktizieren von Entspannungsmethoden und Entpannungstechniken ist grundsätzlich zu empfehlen. Als Entspannungspädagoge möchte ich jedoch dieses Thema auch einmal aus einem anderen Blickwinkel “beleuchten”:

das Praktizieren von bewusster Entspannung macht gelassener und leistungsfähiger. Nach einiger Übungszeit sind Menschen, die Entspannungstechniken regelmäßig anwenden, physisch und psychisch hoch belastbar. Das ist sicherlich gewünscht und sehr erfreulich, dennoch birgt dieses positive Ergebnis auch eine gewisse “Gefahr” in sich, bzw. das “unbewusste” Praktizieren von Entspannung kann ein böses Erwachen zur Folge haben.

Vielleicht macht meine folgende Behauptung klar, was ich ausdrücken möchte:

Es ist nicht die Aufgabe der Entspannung dafür zu sorgen, dass ein unwirklicher Alltag, der von physischer und psychischer Überlastung dominiert wird, um jeden Preis ertragen und bewältigt werden kann.

In diesem Fall müsste dem negativen Stress eine positive Bedeutung zugesprochen werden. Den die erlebten Sressempfindungen hätten hier die Aufgabe, auf Missstände im Tagesablauf hinzuweisen, deren Beseitigung als Notwendigkeit zur Gesunderhaltung zu erkennen sind.

Es muss jedem klar sein: Entspannung ist ein komplexes Thema und eine umfassende Aufgabe, deren Lösung sicherlich mit dem Erlernen und Anwenden von Entspannungstechniken beginnt, deren Endresultat jedoch in einem als zufrieden und gelassen erlebtem Alltag zu suchen ist.

« Vorherige SeiteNächste Seite »