Archive for the 'Panikattacke' Category

Angst und Zufriedenheit

Die Angst war in meinem Leben zu dem Zeitpunkt am stärksten, als ich berufliche Tätigkeiten ausübte, die ich nicht mochte. Je mehr ich Dinge tat, die mich belasteten, desto größer war die Angst, bzw. desto mehr war mein Alltag von Angstzuständen und Panikattacken geprägt.

Ich bin davon überzeugt, dass die Angst viel weniger Angriffsfläche zur Verfügung hat, wenn der Alltag nach den eigenen Wünschen gestaltet wird. Und hier fängt die Eigenverantwortung des Betroffenen an. Denn es gilt Antwort auf eine sehr wichtige Frage zu finden. Diese Frage lautet:

“Was genau will ich?”

Diese vermeintlich einfache Frage ist für viele alles andere als einfach zu beantworten. Für mich persönlich ist ein Lebensziel geworden, Antwort auf diese Frage zu finden. Es ist ein sehr interessanter und “heilsamer” Prozess geworden, der mich fordert und fördert.

Ich will so leben, wie es am besten für mich ist. Das Recht habe ich und die Pflicht habe ich! Deshalb schreibe ich von Zeit zu Zeit auf, wie mein IDEALER TAG ablaufen soll. Und ich beobachte, wie sich langsam aber stetig mein Alltag immer mehr nach meinen Wünschen gestaltet.

In diesem Zusammnenhang hilft oft auch die Frage: “Was will ich nicht?”. Denn meine Antworten darauf helfen mir die Richtung immer besser und genauer zu bestimmen…

Die Vergangenheit ist tot. Es lebe die Gegenwart!

Was macht die Angst zur Angststörung?

Die Angst ist eigentlich ein sinnvolles Instrument unseres “Systems Mensch”. Die Hauptaufgabe der Angst ist es unser Überleben zu sichern. Sie sorgt dafür, dass Gefahrensituationen von unserem Verstand auch als solche wahrgenommen werden und er die Möglichkeit hat entsprechende “Überlebens”-Szenarien zu aktivieren. Â

Aber:

Jemand der in einem Restaurant sitzt (Beispiel) und eigentlich die Absicht hatte ein Essen mit Freunden zu genießen und plötzlich von einer massiven Panikattacke gepeinigt wird, muss in diesem Restaurant doch nicht ums Überleben kämpfen…

Was also macht die Angst zur Qual, zur Angststörung?

Meiner Meinung nach (und das behaupte ich hier als ehemaliger Angstbetroffener) spielt der Verstand (Ego) bei dieser Problematik eine wichtige Rolle. So beobachte ich, dass besonders kopfgesteuerte “Verstand-Menschen” (als intelligent angesehene Menschen, “Kopfarbeiter”, Denker usw., usw…) von Angstzuständen und Panikattacken heimgesucht werden. Ich betone: das ist meine persönliche Meinung!

Der Verstand, das Ego des Betroffenen, hat das Zepter in der Hand. Und der Verstand hat diesen Restaurantbesuch als “lebensbedrohlich” eingestuft und “abgestempelt”. Und schon fängt die Angstspirale an sich zu drehen, immer schneller und immer öfter. Denn folgende Denkweise frisst sich, Dank des Verstandes, fest: wenn schon dieser Besuch im Restaurant “lebensbedrohlich” ist, dann ist doch auch die Autobahnfahrt, das Meeting in der Firma, der Wochenendeinkauf im Discounter usw., usw… “lebensbedrohlich”.

Es setzt ein Verdrängungsmechanismus ein, der im Endresultat die Angst vor der Angst initiiert. Und der Aktionradius des Betroffenen wird immer kleiner…

Meiner Meinung nach gibt es auch ein auslösendes Moment für diese Angst. Dieses gilt zu erkennen, erneut (diesmal bewusst) zu erleben, um die “Harmlosigkeit” wahrzunehmen.

Manipulation

Mit welchem Recht erheben sich Menschen über andere Menschen, Völker über andere Völker usw. … eine Religion über die andere…

Mit welchem Recht erheben wir uns gedanklich über andere und meinen wir wären etwas besseres?

Mit welchem Recht wollen wir andere manipulieren, damit sie nach unseren Wünschen “funktionieren”?

Wieso lassen wir uns eigentlich von anderen manipulieren?

Schaffen wir so eine Welt, in der wir uns wirklich wohlfühlen?

Sport und Angst, Stress…

Persönlich habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, mich regelmäßig sportlich zu betätigen. Begonnen habe ich seinerzeit mit Spaziergängen, wenn möglich im Wald. Damals habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich durch diese, fast täglichen Spaziergänge, gelassener wurde und die Anzahl der Panikattacken sich entscheidend reduzierte.

Später bin ich dazu übergegangen zu joggen. A, um mein Körpergewicht zu reduzieren und B, um mich “auszupowern”. Heute versuche ich 3 bis 5 mal die Woche zu laufen. Jeweils zwischen ca. 45 und 60 Minuten.

Zusätzlich führe ich am Morgen gymnastische Übungen durch, so was ähnliches wie Yoga. Kann ich auch nur wärmstens empfehlen!

Aber so weit muss der einzelne gar nicht gehen. Meiner Meinung nach ist es völlig aureichend, regelmäßige Spaziergänge zu absolvieren. Für Angstbetroffene, die echte Probleme haben vor die Tür zu gehen, sollten es auch versuchen. Ohne Druck und wenn möglich am Anfang mit Begleitung. Und wenn es zu Beginn nur der Weg zum Briefkasten und zurück ist. das Ganze kann man dann in Ruhe steigern, wenn man am Ball bleibt.

Ich weiß für Nichtbetroffene liest sich das wie ein schlechter Scherz, aber Menschen mit Angststörung werden mich vesrtehen…

Schweigen, stumm sein, Mutismus…

Möchte hier noch rasch auf ein Thema aufmerksam machen, welches wohl auch die Problematik Angst und Stress tangiert, bzw. im direkten und/oder indirekten Zusammenhang damit steht,

Mutismus.

Erstmals bin ich selbst darauf in einer Diskussion im Radio (Bayern 2) gestossen.

Hier ein Link, über den Interessierte sehr gute Informationen finden können

http://de.wikipedia.org/wiki/Mutismus

Angst und Geld

Für mich besteht zwischen Angst und Geld ein direkter Zusammenhang. Finanzielle Not (egal auf welchem Level) schafft Unsicherheit bei den Betroffenen. Jemand der oft oder beständig in finanziellen Engpässen lebt, erlebt permanente Missempfindungen, die nicht selten in Angstzuständen und Panikattacken gipfeln. Ein Teufelskreis beginnt, denn wer Angst hat ist alles andere als sich seiner Stärken und Fähigkeiten bewusst. Und so schaffen es die wenigsten, sich aus eigener Kraft aus ihrer finanziellen Schieflage zu befreien und die Spirale dreht oft bis zum Kollaps weiter nach unten. Gedanken und Emfindungen bestimmen die Wahrnehmung, die u.a. von folgenden “Schatten” verdunkelt wird:

Schuldgefühle, Zukunftsängst, Scham, Hoffnungslosigkeit, Depressionen, Sichausgeliefertfühlen, Selbstmitleid…

Aber genau diese Mangelphase bietet enormes Entwicklungspotential für diejenigen Betroffenen, die nicht aufgeben und liegenbleiben, sondern nach dem Motto “Jetzt erst recht!!!” oder “Euch werd`ich`s zeigen!!!” oder “NEVER GIVE UP!!!!” ihre Gedankenwelt neu formieren und Ihre Zukunft planen…

Ich schreibe hier aus eigener Erfahrung. Wer also von Euch Anregungen, Motivation und/oder Hilfestellung braucht, soll sich bitte nicht scheuen, mir zu mailen. Es gibt immer eine Lösung! Nur manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht…

Autosuggestion

Mit Autosuggestion habe ich bei meiner Selbstbefreiung von Angstzuständen und Panikattacken beste Erfahrungen gemacht. Deshalb möchte ich auch heute darüber schreiben. Besonders interessant macht dieses “Hilfsmittel” für mich die Tatasache, dass es für jedermann, jederzeit ohne Aufwand (auch finanzieller Art) verfügbar ist. Alles was zu tun ist, ist etwas Selbstdisziplin aufzubringen und den Glauben des eigenen Verstandes daran zu trainieren.

Sätze wie zu Beispiel “Mit jedem Ausatmen bin ruhiger und gelassener und fröhlicher…” oder “Von Tag zu Tag geht es mir in jeder Hinsicht besser und besser und besser…”, die ich mir immer wieder (lautlos in Gedanken, oder wenn es die Situation ermöglichte auch laut in Worten) “vorbetete”, waren und sind für mich persönlich wirksame Instrumente zur eigenverantwortlichen und bewussten Lebensführung.

Ich blaube daran, dass mein Unterbewusstsein alle meine Gedanken “aufsaugt”, ohne sie zu bewerten. Das bedeutet: mein Unterbewusstsein nimmt jeden Gedanken (positiv und/oder negativ) als “Befehl” an. Immer wiederkehrende Gedanken (“Befehle”) werden dann erfahrene Wirklichkeit.

Leben, so wie ich es will…

Ich behaupte: wenn jeder so leben könnte/würde, wie er oder sie es will, dann hätten Stress und Angst wenig Chancen sich im Leben der Menschen zu manifestieren.

Und genau hier sehe ich persönlich auch das Positive an erlebtem, negativen Stress und Angstzuständen und Panikattacken. Dieses emotionale Chaos zeigt dem/der Betroffenen auf, dass das Leben nicht nach den eigenen Wünschen, dem eigenen Lebensplan verläuft. Hier ist der Ansatz für eine positive Veränderung.

Klar ist, dass das in den wenigsten Fällen einfach ist. Aber genau darum geht es doch: das eigene Leben so gestalten, dass man zufrieden ist. Wenn viele Menschen dieser Herausforderung gerecht werden würden, wäre die Welt eine bessere…

Durch Entspannung im Alltag leben…

“Durch Entspannung im Alltag leben.”

Diese Aussage hat für mich persönlich besondere Bedeutung. Denn war und ist es doch die Entspannung, die es mir ermöglichte, mich von meinen Ängsten nachhaltig zu befreien. Das Wort “Entspannung” schreibe ich gern so: “Ent-Spannung”. So kommt für mich die Aufgabe der “Ent-Spannung” besser zum Ausdruck.Â

Ent-Spannung ermöglicht es uns, unserem Verstand regelmäßig Pausen zu gewähren und gibt uns somit die Chance in unser Selbst einzutauchen und die Wahrheit für unser (ganz persönliches) Leben zu finden und zu leben.

Es gibt Leute die behaupten folgendes: “Ohne Entspannung kein Erfolg.” Dieser Aussage stimme ich voll und ganz zu.

Angst beim/vor dem Autofahren

Als Angstbetroffener hatte ich meine schwersten Angstattacken beim Autofahren. Besonders das Fahren auf der Autobahn war damals eine Tortur für mich. Oft musste ich die Autobahn bereits an der nächsten Ausfahrt schweißgebadet verlassen. Es war einfach nur schlimm. Größere Reisen mit dem Auto waren immer mit den schlimmsten Panikerlebnissen verbunden. Es gab sogar eine Zeit, in der ich mich fast gar nicht mehr traute Auto zu fahren.
Das was ich am meisten an einer Autobahnfahrt fürchtete, war das Fahren über eine Brücke und das Fahren auf einem Autobahnabschnitt ohne Standspur.
Heute bin ich wieder ein begeisterter Autofahrer. Vor allem das Fahren auf der Autobahn, bei hoher Geschwindigkeit, macht mir wieder viel Spass…

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