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Durch Entspannung im Alltag leben…

“Durch Entspannung im Alltag leben.”

Diese Aussage hat für mich persönlich besondere Bedeutung. Denn war und ist es doch die Entspannung, die es mir ermöglichte, mich von meinen Ängsten nachhaltig zu befreien. Das Wort “Entspannung” schreibe ich gern so: “Ent-Spannung”. So kommt für mich die Aufgabe der “Ent-Spannung” besser zum Ausdruck.Â

Ent-Spannung ermöglicht es uns, unserem Verstand regelmäßig Pausen zu gewähren und gibt uns somit die Chance in unser Selbst einzutauchen und die Wahrheit für unser (ganz persönliches) Leben zu finden und zu leben.

Es gibt Leute die behaupten folgendes: “Ohne Entspannung kein Erfolg.” Dieser Aussage stimme ich voll und ganz zu.

Entspannung und Verzicht

Von großer Bedeutung für meine Befreiung von Angstzuständen und Panikattacken war für mich persönlich der bewusste und freiwillige Verzicht…

Als ich noch unter Angstattacken litt, war Alkohol ein mehr oder weniger regelmäßiger Begleiter in meinem Leben. Das möchte ich hier offen ausprechen, weil ich mir gut vorstellen kann, dass das vielen Betroffenen genau so geht.
Oft trank ich nur deshalb, um in Gesellschaft nicht “aufzufallen”, um “dazuzugehören” und um zu “funktionieren”. Das Trinken von Alkohohl lockerte mich auf. Das hielt jedoch nur kurzfristig an und in den Folgetagen waren die Panikattacken um so heftiger…

Einer der wichtigsten, ersten Schritte in mein angstfreies Leben war der bewusste Verzicht auf den Genuss von Alkohol. Ich entschloss mich für die Dauer von einem Jahr keinen Tropfen zu mir zu nehmen. Und damit das ganze auch verbindlich wird, habe ich mein Vorhaben schriftlich fixiert und unterschrieben. Diese “Willenserklärung” habe ich meiner Frau gegeben, damit sie sie liest und aufbewahrt.

Der Anfang war nicht leicht, zu sehr war Alkohol für mich zur Gewohnheit geworden, aber ich hielt durch und der Lohn war, dass ich lernte stolz auf mich zu sein. Ich fand das einfach klasse von mir, dass ich mein Vorhaben in die Tat umsetzte und mein “Versprechen” (vor allem mir selbst gegenüber) hielt.

In diesem Jahr habe ich mir auch erste Entspannungsmethoden angeeignet und täglich angewendet. Das Ganze war der Beginn meiner angsfreien Zeit, die nun schon seit fast 10 Jahren anhält….

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Bei Angstzuständen und Panikattacken selbst aktiv werden…

Mir ist klar, dass Angst lähmt. das weiss ich nicht zu letzt aus eigener, schmerzvoller Erfahrung.

Aber genauso gut weiss ich, dass die Angst ihre Macht verliert, wenn der oder die Betroffene das Leben selbst in die Hand nimmt. Es müssen Entscheidungen getroffen werden:

“Wo will ich in einem Jahr stehen?”
“Wie soll mein Leben in fünf, sieben, zehn Jahren verlaufen?”…
“Welchen Beruf möcht ich wirklich ausüben?”

das sind nur drei Beispiele für Fragen, die Eigeninitiative aktivieren können, damit die sich eingeschlichene Lethargie auflöst.

Angst vor Herzinfarkt, Herzphobie

Während meiner Zeit als Angst-und Panikbetroffener hatte ich eine Vielzahl von Panikattacken. Wenn ich mich recht erinnere, “durchlebte” ich die meisten davon auf der Autobahn. Besser formuliert: die meisten Panikattacken wurden während einer Fahrt mit dem PKW auf der Autobahn initiiert, natürlich bin ich dann nicht auf der Autobahn geblieben, sondern habe diese an der nächst möglichen Ausfahrt verlassen…

Bei mir waren die Symptome einer Panikattacke stets folgende:

  • Atemnot
  • Schmerzen in der Brust (links gefühlt)
  • Schmerzen im linken Arm
  • Frieren am ganzen Körper
  • manchmal trotzdem kalter Schweiß auf der Stirn
  • zittrige Knie und Beine…

Bei den ersten Panikattacken bin ich so schnell wie möglich in die Notaufnahme des nächst gelegenen Krankenhauses gefahren, oder ich habe den nächsten Arzt aufgesucht. Je nach dem, wo ich mich gerade befunden habe. Jedoch haben mir stets alle dort durchgeführten Untersuchungen beste Gesundheit bescheinigt…

Deshalb (oft auch aus einem Schamgefühl heraus; ich wollte nicht als Simulant dastehen…) habe ich viele der folgenden Angstattacken ohne Arzt durchlebt. Nicht selten haben mir meine Frau und mein Sohn beigestanden, was für die beiden genauso schlimm war.

Irgendwann (ich bitte um Nachsicht für die folgenden Ausdrücke, aber ich möchte versuchen so meine damaligen Empfindungen wiederzugeben) hat sich dann folgendes in mir abgespielt:

“So, jetzt reicht´s! Ich hab`die Schnauze voll!!! Dann verreck`ich eben, dann habe ich es wenigstens hinter mir…”

Diese Wut in mir war echt. Immer öfter ist es mir so gelungen, die sich anbahnende Panikattacke zu “ignorieren”. Ich habe mir ganz fest vorgebetet, dass X Ärzte immer wieder keinerlei Erkrankungen bei mir festgestellt haben.

Das war nicht einfach, weiß Gott nicht und es ist mir auch nicht immer gelungen. Aber dieser Umgang mit meiner Angst war der Beginn meiner Selbstverantwortung für meine Lage. Ich habe so endlich damit begonnen es nicht mehr zu aktzeptieren, dass es mir so beschissen geht. Und das waren wichtige erste Schritte für meinen Weg aus der Angst…

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