Die Angst ist eigentlich ein sinnvolles Instrument unseres “Systems Mensch”. Die Hauptaufgabe der Angst ist es unser Überleben zu sichern. Sie sorgt dafür, dass Gefahrensituationen von unserem Verstand auch als solche wahrgenommen werden und er die Möglichkeit hat entsprechende “Überlebens”-Szenarien zu aktivieren. Â
Aber:
Jemand der in einem Restaurant sitzt (Beispiel) und eigentlich die Absicht hatte ein Essen mit Freunden zu genießen und plötzlich von einer massiven Panikattacke gepeinigt wird, muss in diesem Restaurant doch nicht ums Überleben kämpfen…
Was also macht die Angst zur Qual, zur Angststörung?
Meiner Meinung nach (und das behaupte ich hier als ehemaliger Angstbetroffener) spielt der Verstand (Ego) bei dieser Problematik eine wichtige Rolle. So beobachte ich, dass besonders kopfgesteuerte “Verstand-Menschen” (als intelligent angesehene Menschen, “Kopfarbeiter”, Denker usw., usw…) von Angstzuständen und Panikattacken heimgesucht werden. Ich betone: das ist meine persönliche Meinung!
Der Verstand, das Ego des Betroffenen, hat das Zepter in der Hand. Und der Verstand hat diesen Restaurantbesuch als “lebensbedrohlich” eingestuft und “abgestempelt”. Und schon fängt die Angstspirale an sich zu drehen, immer schneller und immer öfter. Denn folgende Denkweise frisst sich, Dank des Verstandes, fest: wenn schon dieser Besuch im Restaurant “lebensbedrohlich” ist, dann ist doch auch die Autobahnfahrt, das Meeting in der Firma, der Wochenendeinkauf im Discounter usw., usw… “lebensbedrohlich”.
Es setzt ein Verdrängungsmechanismus ein, der im Endresultat die Angst vor der Angst initiiert. Und der Aktionradius des Betroffenen wird immer kleiner…
Meiner Meinung nach gibt es auch ein auslösendes Moment für diese Angst. Dieses gilt zu erkennen, erneut (diesmal bewusst) zu erleben, um die “Harmlosigkeit” wahrzunehmen.