Entspannung ist auch…
Entspannung ist auch…
Ordnung halten.
- im Haus
- im Auto
- im Kopf
- im Körper
- …
Entspannung ist auch…
Ordnung halten.
Ich glaube, dass jeder von uns entscheidende, sein Leben dominierende Prägungen in der Kindheit erfahren hat. Diese Prägungen haben meiner Meinung nach Auswirkungen positiver und negativer Art. Über das “Gute”, das wir mitbekommen haben (von Eltern, Geschwistern, Schule…) freut man sich und ist auch irgendwie stolz darauf. Über das Negative ärgern wir uns und hadern nicht selten mit diesem Teil unserer Vergangenheit.
Aber gerade hier liegen die Chancen für das persönliche Wachsen. Ich suche nun (seit einigen Monaten) Antworten auf folgende Frage:
“Welche Teile in mir/von mir müssen wachsen (muss ich positiv verändern) damit ich wachse*?”
(* wachsen = glücklicher sein)
Wer unter Angstzuständen und Panikattacken leidet und verzweifelt darauf wartet, dass sich seine Situation verbessert, ist meiner Meinung nach auf dem falschen Weg.
Gerade in einer solchen schwierigen Lebensphase ist Eigeninitiative gefragt. Als ehemaliger Angstbetroffener, weiss ich wovon ich hier schreibe.
In meinem ARBEITSBUCH “Selbsthilfe bei Angstzuständen und Panikattacken” gebe ich konkrete Anleitungen für Betroffene, um aus der Lethargie herauszukommen und wieder Mut zu schöpfen.
Wer die von mir beschriebenen Übungen absolviert, wird seine Lage entscheident verbessern.
Mit welchem Recht erheben sich Menschen über andere Menschen, Völker über andere Völker usw. … eine Religion über die andere…
Mit welchem Recht erheben wir uns gedanklich über andere und meinen wir wären etwas besseres?
Mit welchem Recht wollen wir andere manipulieren, damit sie nach unseren Wünschen “funktionieren”?
Wieso lassen wir uns eigentlich von anderen manipulieren?
Schaffen wir so eine Welt, in der wir uns wirklich wohlfühlen?
Ich behaupte: wenn jeder so leben könnte/würde, wie er oder sie es will, dann hätten Stress und Angst wenig Chancen sich im Leben der Menschen zu manifestieren.
Und genau hier sehe ich persönlich auch das Positive an erlebtem, negativen Stress und Angstzuständen und Panikattacken. Dieses emotionale Chaos zeigt dem/der Betroffenen auf, dass das Leben nicht nach den eigenen Wünschen, dem eigenen Lebensplan verläuft. Hier ist der Ansatz für eine positive Veränderung.
Klar ist, dass das in den wenigsten Fällen einfach ist. Aber genau darum geht es doch: das eigene Leben so gestalten, dass man zufrieden ist. Wenn viele Menschen dieser Herausforderung gerecht werden würden, wäre die Welt eine bessere…
“Durch Entspannung im Alltag leben.”
Diese Aussage hat für mich persönlich besondere Bedeutung. Denn war und ist es doch die Entspannung, die es mir ermöglichte, mich von meinen Ängsten nachhaltig zu befreien. Das Wort “Entspannung” schreibe ich gern so: “Ent-Spannung”. So kommt für mich die Aufgabe der “Ent-Spannung” besser zum Ausdruck.Â
Ent-Spannung ermöglicht es uns, unserem Verstand regelmäßig Pausen zu gewähren und gibt uns somit die Chance in unser Selbst einzutauchen und die Wahrheit für unser (ganz persönliches) Leben zu finden und zu leben.
Es gibt Leute die behaupten folgendes: “Ohne Entspannung kein Erfolg.” Dieser Aussage stimme ich voll und ganz zu.
Entspannung ist wichtig. Ohne Entspannung kein Erfolg.
Das Erlernen und Praktizieren von Entspannungsmethoden und Entpannungstechniken ist grundsätzlich zu empfehlen. Als Entspannungspädagoge möchte ich jedoch dieses Thema auch einmal aus einem anderen Blickwinkel “beleuchten”:
das Praktizieren von bewusster Entspannung macht gelassener und leistungsfähiger. Nach einiger Übungszeit sind Menschen, die Entspannungstechniken regelmäßig anwenden, physisch und psychisch hoch belastbar. Das ist sicherlich gewünscht und sehr erfreulich, dennoch birgt dieses positive Ergebnis auch eine gewisse “Gefahr” in sich, bzw. das “unbewusste” Praktizieren von Entspannung kann ein böses Erwachen zur Folge haben.
Vielleicht macht meine folgende Behauptung klar, was ich ausdrücken möchte:
Es ist nicht die Aufgabe der Entspannung dafür zu sorgen, dass ein unwirklicher Alltag, der von physischer und psychischer Überlastung dominiert wird, um jeden Preis ertragen und bewältigt werden kann.
In diesem Fall müsste dem negativen Stress eine positive Bedeutung zugesprochen werden. Den die erlebten Sressempfindungen hätten hier die Aufgabe, auf Missstände im Tagesablauf hinzuweisen, deren Beseitigung als Notwendigkeit zur Gesunderhaltung zu erkennen sind.
Es muss jedem klar sein: Entspannung ist ein komplexes Thema und eine umfassende Aufgabe, deren Lösung sicherlich mit dem Erlernen und Anwenden von Entspannungstechniken beginnt, deren Endresultat jedoch in einem als zufrieden und gelassen erlebtem Alltag zu suchen ist.
Referat / Ausbildung zum Entspannungspädagogen / Autor: Waldemar-Bernard Paterok
„Der Zusammenhang zwischen dem Autogenem Training und Psychosomatischen Erkrankungen“
„… die Erörterung dieser Frage ist für uns als angehende EP von großer Bedeutung, weil uns dadurch der Nutzen unserer Dienstleistung noch klarer wird. Wobei ich gleich zu Beginn darauf verweisen will, dass unsere Arbeit nur in der Prophylaxe zu suchen ist, wir handeln nicht als Therapeuten!
Def. Was verstehen wir unter einer Psychosomatischen Erkrankung (PE)?
Psychosomatische Erkrankungen, auch als Somatoforme Störungen bezeichnet, gelten als körperliche Beschwerden die sich nicht oder nicht hinreichend auf eine organische Erkrankung zurückführen lassen. Neben allgm. Symptomen, wie Müdigkeit und Erschöpfung stehen dabei Schmerzsymptome an erster Stelle. Weitere Schwerpunkte dieser Krankheitsgruppe liegen im Bereich von Herz-Kreislauf-Beschwerden, Magen-Darm-Beschwerden und neurologischen Symptomen. PE treten bei ca. 80% (!) der Bevölkerung zu mindestens zeitweise auf. Bei ca. 20% chronifizieren sich jedoch diese Beschwerden und nehmen somit eine zentrale Rolle im Leben dieser Menschen ein. Nun mag es Menschen geben die denken, dass diese „eingebildeten Krankheiten“ keine Gefahr für die Betroffenen darstellen, aber man stelle sich aus der Sicht eines Betroffenen vor, wie man immer wieder (vielleicht sogar täglich) die Symptome eines vermeintlichen Herzinfarktes erlebt und jeder Arzt, den man wegen dieser Beschwerden zu Rate zieht, stellt fest, dass man „kerngesund“ ist… Ich spreche aus eigener Erfahrung, wenn ich behaupte, dass dieser Zustand für die Betroffenen ein Martyrium darstellt. Oder aber man stelle sich vor, ein Mensch leidet seit Monaten unter starkem, immer wieder auftretenden Durchfall; irgendwann ist ein Arztbesuch unvermeidbar, mit allen dazugehörenden, unangenehmen Untersuchungen…
Noch eine Zahl die wichtig ist: Min. 20% aller Patienten, die einen Hausarzt aufsuchen, tun dies wegen Psychosomatischen Störungen!!! Die Kosten für die Behandlung dieser Personengruppe sind immens und liegen bis zu 14 mal höher als die durchschnittl. Pro-Kopf-Behandlungsausgaben!!! An dieser Stelle wird uns auch noch aus einem anderen Blickwinkel die Wichtigkeit unserer Aufgabe als Entspannungspädagoge deutlich gemacht: Wenn wir unsere Aufgabe erfüllen und viele Menschen für unsere Seminar gewinnen können, helfen wir einerseits den Betroffenen selbst und andererseits unserem maroden Gesundheitssystem.
Aber Warum ist das so?
Und hier schließt sich nun der Kreis von den PE zum AT: Das Autogene Training gilt heute als anerkannte Methode zur Bekämpfung von PE
A, in der Prophylaxe und B, aber auch mit therapeutischer Bedeutung. Weil täglich angewendetes AT eine Vielzahl von Wirkungen erzielt, zum Beispiel: - Erholung     (Dauerüberlastungen werden abgebaut) - Selbstruhigstellung (Reaktionen des Organismus auf Reize von außen laufen im Inneren ruhiger ab; Resonanzdämpfung) - Schmerzbeeinflussung (Schmerzwahrnehmung und –erleben lassen sich gezielt beeinflussen) - Autosuggestion (durch Formelhafte Vorsätze im Entspannungszustand kann eine positive Grundeinstellung etabliert werden)
Immer mehr… immer besser… immer schneller… unter diesem “Motto” dreht sich - besser rast - unsere Welt. Mir stellt sich oft die Frage: Wohin soll das eigentlich in der Endkonsequenz hinführen? Erreichte Ziele und Ergebnisse sind kurz nach dem Erreichen nichts mehr wert. Neue und höhere Ziele müssen dann her. Steigerung und Schnelligkeit zählen - um fast jeden Preis. Werte wie Zufriedenheit, Lebensfreude, Menschlichkeit - geraten zumindestens im Berufsleben immer mehr in den Hintergrund. Diese Tendenz färbt aber auch immer mehr auf den Privatbereich und das Familienleben ab.
Wir leben zunehmends in einer Scheinwelt, die mit LEBEN immer weniger zu tun hat. Second Life gibt es nicht nur im Internet…
Viele Menschen nehmen sich selbst kaum noch wahr. Sie funktionieren nur noch, um Aufgaben zu erfüllen, um anderen gerecht zu werden, um ja nicht den Arbeitsplatz zu verlieren, um vor den Anderen Stärke zu simulieren. Nochmals meine Frage: Wohin soll das führen?
Leute wacht auf!!! Es geht im Leben nicht darum besser als andere zu sein, Autos und Häuser zu kaufen, immer die neuesten Klamotten zu besitzen, stets dem neuesten Trend nachzujagen, immer nur “Ja.” zu sagen…
Sind wir nur in dieser Welt, um als Konsumenten und Erfüllungsgehilfen unserer “An-Führer (Anstifter)” zu funktionieren?
Regelmäßige Entspannung schafft Gewahrsein. Entspannung gibt uns die Chance, uns daneben stellen zu können, um aufzuwachen. Entspannung befähigt uns die Hatz zu beenden und unsere Bedürnisse wahrzunehmen und zu erfüllen…
Deshalb ist Entspannung so wichtig.