Archive for the 'Das Generalisierte Angstsyndrom' Category

Leben, so wie ich es will…

Ich behaupte: wenn jeder so leben könnte/würde, wie er oder sie es will, dann hätten Stress und Angst wenig Chancen sich im Leben der Menschen zu manifestieren.

Und genau hier sehe ich persönlich auch das Positive an erlebtem, negativen Stress und Angstzuständen und Panikattacken. Dieses emotionale Chaos zeigt dem/der Betroffenen auf, dass das Leben nicht nach den eigenen Wünschen, dem eigenen Lebensplan verläuft. Hier ist der Ansatz für eine positive Veränderung.

Klar ist, dass das in den wenigsten Fällen einfach ist. Aber genau darum geht es doch: das eigene Leben so gestalten, dass man zufrieden ist. Wenn viele Menschen dieser Herausforderung gerecht werden würden, wäre die Welt eine bessere…

Durch Entspannung im Alltag leben…

“Durch Entspannung im Alltag leben.”

Diese Aussage hat für mich persönlich besondere Bedeutung. Denn war und ist es doch die Entspannung, die es mir ermöglichte, mich von meinen Ängsten nachhaltig zu befreien. Das Wort “Entspannung” schreibe ich gern so: “Ent-Spannung”. So kommt für mich die Aufgabe der “Ent-Spannung” besser zum Ausdruck.Â

Ent-Spannung ermöglicht es uns, unserem Verstand regelmäßig Pausen zu gewähren und gibt uns somit die Chance in unser Selbst einzutauchen und die Wahrheit für unser (ganz persönliches) Leben zu finden und zu leben.

Es gibt Leute die behaupten folgendes: “Ohne Entspannung kein Erfolg.” Dieser Aussage stimme ich voll und ganz zu.

Angst beim/vor dem Autofahren

Als Angstbetroffener hatte ich meine schwersten Angstattacken beim Autofahren. Besonders das Fahren auf der Autobahn war damals eine Tortur für mich. Oft musste ich die Autobahn bereits an der nächsten Ausfahrt schweißgebadet verlassen. Es war einfach nur schlimm. Größere Reisen mit dem Auto waren immer mit den schlimmsten Panikerlebnissen verbunden. Es gab sogar eine Zeit, in der ich mich fast gar nicht mehr traute Auto zu fahren.
Das was ich am meisten an einer Autobahnfahrt fürchtete, war das Fahren über eine Brücke und das Fahren auf einem Autobahnabschnitt ohne Standspur.
Heute bin ich wieder ein begeisterter Autofahrer. Vor allem das Fahren auf der Autobahn, bei hoher Geschwindigkeit, macht mir wieder viel Spass…

Unser Unterbewusstsein…

Hier einige, meiner Meinung nach, wichtigen Gedanken zu unserem Unterbewusstsein:
ich habe gelernt, dass mein Unterbewusstsein alle meine Gedanken und Empfinden speichert. Gleichzeitig ist es die Aufgabe meines Unterbewusstseins meine Gedanken zu materialisieren, zu realisieren. Ich glaube: mein Leben jetzt ist das Resultat meines vergangenen Inputs (an mein Unterbewusstsein). Ich erkenne: meine Verantwortung für mein zukünftiges Er-Leben….

Angst und Depression

Angst und Depression gehen oft Hand in Hand. Das ist auch kaum verwunderlich, denn schnell erreicht man als Angstbetroffener bei länger anhaltender und immer wiederkehrender Angst und Panik einen Wahrnehmungszustand, der mit “Auswegslosigkeit” meiner Meinung nach treffend beschrieben werden kann.

Ein gutes Mittel gegen Depressionen ist es sich Ziele zu setzen. Mittelfristig und langfristig sollte man für sich selbst bestimmen, was man erreichen will, materiell und immateriell.

So kann man wieder “einen Weg finden” und sich seiner Macht über die eigene Lage bewusst werden. Man hat so die Chance den sich immer schneller drehenden Kreis der “Ausweglosigkeit” zu durchbrechen.

Wichtig dabei ist aber, dass es sich um Ziele und Vorhaben handelt, die motivieren, das heisst: es müssen Ziele sein, die den eigenen Wünschen entsprechen.

Entspannung und Verzicht

Von großer Bedeutung für meine Befreiung von Angstzuständen und Panikattacken war für mich persönlich der bewusste und freiwillige Verzicht…

Als ich noch unter Angstattacken litt, war Alkohol ein mehr oder weniger regelmäßiger Begleiter in meinem Leben. Das möchte ich hier offen ausprechen, weil ich mir gut vorstellen kann, dass das vielen Betroffenen genau so geht.
Oft trank ich nur deshalb, um in Gesellschaft nicht “aufzufallen”, um “dazuzugehören” und um zu “funktionieren”. Das Trinken von Alkohohl lockerte mich auf. Das hielt jedoch nur kurzfristig an und in den Folgetagen waren die Panikattacken um so heftiger…

Einer der wichtigsten, ersten Schritte in mein angstfreies Leben war der bewusste Verzicht auf den Genuss von Alkohol. Ich entschloss mich für die Dauer von einem Jahr keinen Tropfen zu mir zu nehmen. Und damit das ganze auch verbindlich wird, habe ich mein Vorhaben schriftlich fixiert und unterschrieben. Diese “Willenserklärung” habe ich meiner Frau gegeben, damit sie sie liest und aufbewahrt.

Der Anfang war nicht leicht, zu sehr war Alkohol für mich zur Gewohnheit geworden, aber ich hielt durch und der Lohn war, dass ich lernte stolz auf mich zu sein. Ich fand das einfach klasse von mir, dass ich mein Vorhaben in die Tat umsetzte und mein “Versprechen” (vor allem mir selbst gegenüber) hielt.

In diesem Jahr habe ich mir auch erste Entspannungsmethoden angeeignet und täglich angewendet. Das Ganze war der Beginn meiner angsfreien Zeit, die nun schon seit fast 10 Jahren anhält….

 Â

Bei Angstzuständen und Panikattacken selbst aktiv werden…

Mir ist klar, dass Angst lähmt. das weiss ich nicht zu letzt aus eigener, schmerzvoller Erfahrung.

Aber genauso gut weiss ich, dass die Angst ihre Macht verliert, wenn der oder die Betroffene das Leben selbst in die Hand nimmt. Es müssen Entscheidungen getroffen werden:

“Wo will ich in einem Jahr stehen?”
“Wie soll mein Leben in fünf, sieben, zehn Jahren verlaufen?”…
“Welchen Beruf möcht ich wirklich ausüben?”

das sind nur drei Beispiele für Fragen, die Eigeninitiative aktivieren können, damit die sich eingeschlichene Lethargie auflöst.

Angst vor Herzinfarkt, Herzphobie

Während meiner Zeit als Angst-und Panikbetroffener hatte ich eine Vielzahl von Panikattacken. Wenn ich mich recht erinnere, “durchlebte” ich die meisten davon auf der Autobahn. Besser formuliert: die meisten Panikattacken wurden während einer Fahrt mit dem PKW auf der Autobahn initiiert, natürlich bin ich dann nicht auf der Autobahn geblieben, sondern habe diese an der nächst möglichen Ausfahrt verlassen…

Bei mir waren die Symptome einer Panikattacke stets folgende:

  • Atemnot
  • Schmerzen in der Brust (links gefühlt)
  • Schmerzen im linken Arm
  • Frieren am ganzen Körper
  • manchmal trotzdem kalter Schweiß auf der Stirn
  • zittrige Knie und Beine…

Bei den ersten Panikattacken bin ich so schnell wie möglich in die Notaufnahme des nächst gelegenen Krankenhauses gefahren, oder ich habe den nächsten Arzt aufgesucht. Je nach dem, wo ich mich gerade befunden habe. Jedoch haben mir stets alle dort durchgeführten Untersuchungen beste Gesundheit bescheinigt…

Deshalb (oft auch aus einem Schamgefühl heraus; ich wollte nicht als Simulant dastehen…) habe ich viele der folgenden Angstattacken ohne Arzt durchlebt. Nicht selten haben mir meine Frau und mein Sohn beigestanden, was für die beiden genauso schlimm war.

Irgendwann (ich bitte um Nachsicht für die folgenden Ausdrücke, aber ich möchte versuchen so meine damaligen Empfindungen wiederzugeben) hat sich dann folgendes in mir abgespielt:

“So, jetzt reicht´s! Ich hab`die Schnauze voll!!! Dann verreck`ich eben, dann habe ich es wenigstens hinter mir…”

Diese Wut in mir war echt. Immer öfter ist es mir so gelungen, die sich anbahnende Panikattacke zu “ignorieren”. Ich habe mir ganz fest vorgebetet, dass X Ärzte immer wieder keinerlei Erkrankungen bei mir festgestellt haben.

Das war nicht einfach, weiß Gott nicht und es ist mir auch nicht immer gelungen. Aber dieser Umgang mit meiner Angst war der Beginn meiner Selbstverantwortung für meine Lage. Ich habe so endlich damit begonnen es nicht mehr zu aktzeptieren, dass es mir so beschissen geht. Und das waren wichtige erste Schritte für meinen Weg aus der Angst…

Universität Göttingen sucht Studienteilnehmer mit Panikstörung

Hier der Aufruf zur Teilnahme:Studienteilnehmer mit Panikstörung gesucht!!

Wir suchen für eine Studie in der Psychiatrischen Uniklinik … 5 Studienteilnehmer zwischen 20 und 40 Jahren, die unter einer Panikstörung leiden. Über die Panikstörung hinaus sollten Sie keine schwereren psychiatrischen (Vor-) Erkrankungen (wie z.B. Alkoholismus oder schwere Depressionen) aufweisen.Â

Die Studie besteht insgesamt aus zwei Teilen:

Im ersten Teil möchten wir zunächst mit Hilfe von psychologischen Fragebögen und Untersuchungsverfahren einige allgemeine Informationen über Ihr Denken, Ihre Wahrnehmung und Ihr Gedächtnis sammeln. Dies wird ungefähr 90 Minuten dauern.

Im Anschluss folgt eine Untersuchung mit Hilfe eines bildgebenden Verfahrens (Magnetresonanztomographie). Eine solche Untersuchung wird im Bereich der Neurologie und Psychiatrie routinemäßig bei vielen Patienten eingesetzt und dient dazu, Aufschlüsse über Struktur und Funktion des Gehirns zu bekommen. Während der Untersuchung werden wir Sie bitten, eine einfache Testaufgabe zu bearbeiten. Dieser Teil der Untersuchung wird ungefähr eine Stunde dauern.

Selbstverständlich werden Ihnen der genaue Ablauf und die einzelnen Untersuchungsteile vor Untersuchungsbeginn noch einmal genau erklärt.Â

Insgesamt wird die Untersuchung circa 2-3 Stunden dauern.
Interessierte melden sich bitte via Email unter

info[at]wbpaterok.de

Hass macht mürbe…

Es gibt sicherlich so einige “Gründe”, warum Menschen sich gegenseitig hassen. Ich erspare mir hier auf Einzelheiten einzugehen. Meiner Meinung nach hassen wir Menschen, weil wir emotional verletzt wurden (besser formuliert: wir fühlen uns … verletzt…).

Ob das nun tatsächlich der Fall ist, das heißt: ob es nun tatsächlich die Absicht des “Hass-Subjektes” war uns zu verletzen, oder ob alles evtl. auf Mißverständnissen (ggf. in unserer eigenen Gedankenwelt) beruht, spielt dabei keine Rolle. Hass ist Hass!

Und die Gefühle des Hasses haben enorme Macht! Derjenige bzw. diejenige, dessen oder deren Gedanken von Hass bestimmt werden, “vergiftet” sich selbst und sein Umfeld! Das bedeutet im übrigen auch, dass der Hass (indirekt) auch Menschen trifft, die der oder die Hassende eigentlich liebt und gern hat… Denn in dem Augenblick, in dem der Hass regiert, sind Gefühle und Empfindungen von Liebe und Zuneigung nicht möglich!

Haben Sie schon einmal jemandem, in dem Moment, in dem die Hassgedanken präsent sind, in die Augen geschaut? Und wie haben Sie sich dabei gefühlt? … Und das, obwohl Sie diese Person doch eigentlich gern haben…

Hass tötet. Hass zerstört. Hass macht krank. Hass ist ein Werkzeug unseres Verstandes, um Recht zu bekommen und zu behalten… um jeden Preis. Ich betone: um jeden Preis.

Fakt ist: für unseren Hass sind wir selbst verantwortlich! Denn wir haben in dem Moment, in dem diese Emotionen in uns aufkommen die Wahl. Wir können uns in jedem dieser Augenblick dafür entscheiden NICHTZUHASSEN, sondern ZUVERZEIHEN. Wenn wir erkennen, dass uns dieses emotionale Leid nicht zugefügt wird (also von anderen “aufgezwungen” wird), sondern wir es selbst “in uns zulassen”.

Das ist nicht einfach!!! Aber ZUVERZEIHEN macht glücklicher und gesünder und schöner. :-) Â Deshalb ist es die Mühe wert, auch wenn es immer wieder Rückschläge geben wird…

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