Archive for the 'angst symptome' Category

Lesen, handeln, angstfrei leben…

Wer unter Angstzuständen und Panikattacken leidet und verzweifelt darauf wartet, dass sich seine Situation verbessert, ist meiner Meinung nach auf dem falschen Weg.

Gerade in einer solchen schwierigen Lebensphase ist Eigeninitiative gefragt. Als ehemaliger Angstbetroffener, weiss ich wovon ich hier schreibe.

In meinem ARBEITSBUCH “Selbsthilfe bei Angstzuständen und Panikattacken” gebe ich konkrete Anleitungen für Betroffene, um aus der Lethargie herauszukommen und wieder Mut zu schöpfen.

Wer die von mir beschriebenen Übungen absolviert, wird seine Lage entscheident verbessern.

Angst

Je mehr Aufmerksamkeit man der Angst widmet, also je mehr ich als Betroffener auf die Angst “warte”, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die nächste Panikattacke auch tatsächlich kommt.

Ich habe mal einen sehr interessanten Satz gelesen:
“Ich bekomme das, was ich erwarte…”

Es ist alles andere als einfach Angstgedanken, oder andere negative Gedanken zu ignorieren. Aber es ist wichtig ein Mittel zu finden, um sich abzulenken. Damit sich negatives Denken nicht etabliert!

Mit persönlich hilft körperliche Betätigung dabei. Am besten bin ich mit handwerklichen Arbeiten abgelenkt. Oder wenn ich mein Büro aufräume…

Ich will damit nicht sagen, dass man die “Realität” ignorieren soll! Aber manchmal drehen sich die Gedanken nur im Kreis, ohne Ausweg auf eine ENt-Spannung. Dann ist es doch besser sich abzulenken, als negativen Gedanken das Feld zu überlassen, oder?

Waldi

Angst und Zufriedenheit

Die Angst war in meinem Leben zu dem Zeitpunkt am stärksten, als ich berufliche Tätigkeiten ausübte, die ich nicht mochte. Je mehr ich Dinge tat, die mich belasteten, desto größer war die Angst, bzw. desto mehr war mein Alltag von Angstzuständen und Panikattacken geprägt.

Ich bin davon überzeugt, dass die Angst viel weniger Angriffsfläche zur Verfügung hat, wenn der Alltag nach den eigenen Wünschen gestaltet wird. Und hier fängt die Eigenverantwortung des Betroffenen an. Denn es gilt Antwort auf eine sehr wichtige Frage zu finden. Diese Frage lautet:

“Was genau will ich?”

Diese vermeintlich einfache Frage ist für viele alles andere als einfach zu beantworten. Für mich persönlich ist ein Lebensziel geworden, Antwort auf diese Frage zu finden. Es ist ein sehr interessanter und “heilsamer” Prozess geworden, der mich fordert und fördert.

Ich will so leben, wie es am besten für mich ist. Das Recht habe ich und die Pflicht habe ich! Deshalb schreibe ich von Zeit zu Zeit auf, wie mein IDEALER TAG ablaufen soll. Und ich beobachte, wie sich langsam aber stetig mein Alltag immer mehr nach meinen Wünschen gestaltet.

In diesem Zusammnenhang hilft oft auch die Frage: “Was will ich nicht?”. Denn meine Antworten darauf helfen mir die Richtung immer besser und genauer zu bestimmen…

Die Vergangenheit ist tot. Es lebe die Gegenwart!

Was macht die Angst zur Angststörung?

Die Angst ist eigentlich ein sinnvolles Instrument unseres “Systems Mensch”. Die Hauptaufgabe der Angst ist es unser Überleben zu sichern. Sie sorgt dafür, dass Gefahrensituationen von unserem Verstand auch als solche wahrgenommen werden und er die Möglichkeit hat entsprechende “Überlebens”-Szenarien zu aktivieren. Â

Aber:

Jemand der in einem Restaurant sitzt (Beispiel) und eigentlich die Absicht hatte ein Essen mit Freunden zu genießen und plötzlich von einer massiven Panikattacke gepeinigt wird, muss in diesem Restaurant doch nicht ums Überleben kämpfen…

Was also macht die Angst zur Qual, zur Angststörung?

Meiner Meinung nach (und das behaupte ich hier als ehemaliger Angstbetroffener) spielt der Verstand (Ego) bei dieser Problematik eine wichtige Rolle. So beobachte ich, dass besonders kopfgesteuerte “Verstand-Menschen” (als intelligent angesehene Menschen, “Kopfarbeiter”, Denker usw., usw…) von Angstzuständen und Panikattacken heimgesucht werden. Ich betone: das ist meine persönliche Meinung!

Der Verstand, das Ego des Betroffenen, hat das Zepter in der Hand. Und der Verstand hat diesen Restaurantbesuch als “lebensbedrohlich” eingestuft und “abgestempelt”. Und schon fängt die Angstspirale an sich zu drehen, immer schneller und immer öfter. Denn folgende Denkweise frisst sich, Dank des Verstandes, fest: wenn schon dieser Besuch im Restaurant “lebensbedrohlich” ist, dann ist doch auch die Autobahnfahrt, das Meeting in der Firma, der Wochenendeinkauf im Discounter usw., usw… “lebensbedrohlich”.

Es setzt ein Verdrängungsmechanismus ein, der im Endresultat die Angst vor der Angst initiiert. Und der Aktionradius des Betroffenen wird immer kleiner…

Meiner Meinung nach gibt es auch ein auslösendes Moment für diese Angst. Dieses gilt zu erkennen, erneut (diesmal bewusst) zu erleben, um die “Harmlosigkeit” wahrzunehmen.

Manipulation

Mit welchem Recht erheben sich Menschen über andere Menschen, Völker über andere Völker usw. … eine Religion über die andere…

Mit welchem Recht erheben wir uns gedanklich über andere und meinen wir wären etwas besseres?

Mit welchem Recht wollen wir andere manipulieren, damit sie nach unseren Wünschen “funktionieren”?

Wieso lassen wir uns eigentlich von anderen manipulieren?

Schaffen wir so eine Welt, in der wir uns wirklich wohlfühlen?

Angst Symptome

Folende Symptome stellten sich bei mir immer wieder bei Angst- und Panikattacken ein:

Druck in der Brust (Â Herzgegend), Schmerzen im linken Arm, Krippeln und Zittern der Hände, Atemnot, Kopfschmerz, Sodbrennen;
bei starken Attacken auch extremes Kälteempfinden; oft auch das Gefühl zu Platzen.

Ein ehemaliger Arbeitskollege fragte mich `mal, während einer meiner zahlreichen Panikattacken: “Hast Du Drogen genommen? Deine Pupillen sind ganz groß.”

Natürlich habe ich keine Drogen genommen und er wusste auch nichts von meinem Problem.

« Vorherige Seite