Psychosomatische Erkrankungen

Referat / Ausbildung zum Entspannungspädagogen / Autor: Waldemar-Bernard Paterok

„Der Zusammenhang zwischen dem Autogenem Training und Psychosomatischen Erkrankungen“

„… die Erörterung dieser Frage ist für uns als angehende EP von großer Bedeutung, weil uns dadurch der Nutzen unserer Dienstleistung noch klarer wird. Wobei ich gleich zu Beginn darauf verweisen will, dass unsere Arbeit nur in der Prophylaxe zu suchen ist, wir handeln nicht als Therapeuten!

Def. Was verstehen wir unter einer Psychosomatischen Erkrankung (PE)?

Psychosomatische Erkrankungen, auch als Somatoforme Störungen bezeichnet, gelten als körperliche Beschwerden die sich nicht oder nicht hinreichend auf eine organische Erkrankung zurückführen lassen. Neben allgm. Symptomen, wie Müdigkeit und Erschöpfung stehen dabei Schmerzsymptome an erster Stelle. Weitere Schwerpunkte dieser Krankheitsgruppe liegen im Bereich von Herz-Kreislauf-Beschwerden, Magen-Darm-Beschwerden und neurologischen Symptomen. PE treten bei ca. 80% (!) der Bevölkerung zu mindestens zeitweise auf. Bei ca. 20% chronifizieren sich jedoch diese Beschwerden und nehmen somit eine zentrale Rolle im Leben dieser Menschen ein. Nun mag es Menschen geben die denken, dass diese „eingebildeten Krankheiten“ keine Gefahr für die Betroffenen darstellen, aber man stelle sich aus der Sicht eines Betroffenen vor, wie man immer wieder (vielleicht sogar täglich) die Symptome eines vermeintlichen Herzinfarktes erlebt und jeder Arzt, den man wegen dieser Beschwerden zu Rate zieht, stellt fest, dass man „kerngesund“ ist… Ich spreche aus eigener Erfahrung, wenn ich behaupte, dass dieser Zustand für die Betroffenen ein Martyrium darstellt. Oder aber man stelle sich vor, ein Mensch leidet seit Monaten unter starkem, immer wieder auftretenden Durchfall; irgendwann ist ein Arztbesuch unvermeidbar, mit allen dazugehörenden, unangenehmen Untersuchungen…

Noch eine Zahl die wichtig ist: Min. 20% aller Patienten, die einen Hausarzt aufsuchen, tun dies wegen Psychosomatischen Störungen!!! Die Kosten für die Behandlung dieser Personengruppe sind immens und liegen bis zu 14 mal höher als die durchschnittl. Pro-Kopf-Behandlungsausgaben!!! An dieser Stelle wird uns auch noch aus einem anderen Blickwinkel die Wichtigkeit unserer Aufgabe als Entspannungspädagoge deutlich gemacht: Wenn wir unsere Aufgabe erfüllen und viele Menschen für unsere Seminar gewinnen können, helfen wir einerseits den Betroffenen selbst und andererseits unserem maroden Gesundheitssystem.

Aber Warum ist das so?

Und hier schließt sich nun der Kreis von den PE zum AT: Das Autogene Training gilt heute als anerkannte Methode zur Bekämpfung von PE

A, in der Prophylaxe und B, aber auch mit therapeutischer Bedeutung. Weil täglich angewendetes AT eine Vielzahl von Wirkungen erzielt, zum Beispiel: - Erholung     (Dauerüberlastungen werden abgebaut) - Selbstruhigstellung (Reaktionen des Organismus auf Reize von außen laufen im Inneren ruhiger ab; Resonanzdämpfung- Schmerzbeeinflussung (Schmerzwahrnehmung und –erleben lassen sich gezielt beeinflussen) - Autosuggestion (durch Formelhafte Vorsätze im Entspannungszustand kann eine positive Grundeinstellung etabliert werden)

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